| 27.05.-29.05.2011 Berufliche Perspektiven - Chancen für junge AkademikerInnen in der Grenzregion mit dem Wirtschaftsstandort Stettin |
|
Seite 1 von 3 Deutsch-polnisches Strategieforum In der vergangenen Woche entwickelten angehende Akademiker aus Mecklenburg Vorpommern und Stettin auf dem deutsch-polnischen Strategieforum „Berufliche Perspektiven – Chancen für junge Akademiker in der Grenzregion“ eine Strategie zum Aufbau einer wirtschaftlich dynamischen und integrierten deutsch-polnischen Grenzregion. Verbunden damit ist die Hoffnung, dass die Grenzlage Mecklenburg Vorpommerns nahe der prosperierenden Stadt Stettin zur wirtschaftlichen Entwicklung der strukturschwachen Region und der Bindung qualifizierter Nachwuchskräfte beitragen kann.Bildergalerie: Bildnachweis: Bild 1: TeilnehmerInnen während der Veranstaltung/ Bild 2: Katrin Schmid von der Firma wmp consult stellt die Studie "Wachstumspol Stettin - Entwicklung der deutsch-polnischen Grenzregion" vor./ Bilder 3-5: TeilnehmerInnen erarbeiten Visionen für ihre Zukunft und die Entwicklung der Grenzregion/ Bild 6: Jonas Grygier (KOWA MV) im Gespräch mit dem Journalisten und ehemaligen Solidarnosc-Aktivisten Andrzej Kotula und der Journalistin Agnieszka Kuchcińska-Kurcz/ Bild 7: Bogdan Twardochleb, Journalist und Experte für Regionalgeschichte bei der Begehung historischer Orte der deutsch-polnischen Geschichte in Stettin Fotos: Julia Preidel, KOWA MV In Anlehnung an die Empfehlungen der Studie „Wachstumspol Stettin - Auswirkungen auf die deutsch-polnische Grenzregion“ der Hamburger Experten von wmp consult forderten die Teilnehmer des Strategieforums eine Zunahme der Verflechtungen und Kooperationen in der Region.Als Kernaufgaben einer grenzübergreifenden Regionalpolitik identifizierten die angehenden Akademiker die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen, die Herausbildung einer gemeinsamen regionalen Identität sowie die Förderung des Erwerbs von Sprachkenntnissen und Wissen übereinander. Die Zukunftsbranchen Tourismus, Gesundheit, Medizintechnik, Seniorenbetreuung, spezialisierter Schiffbau, regenerative Energien, nachhaltige Lebensmittelproduktion und Kultur müssten durch die Politik gezielt unterstützt werden. Das Potential Stettins sehen Studierende als Wissenschafts- und Medienstandort, welcher durch seine geografische Lage in das deutsch-polnische Umland und den gesamten Ostseeraum ausstrahlen könnte. Konkrete Ideen zu einer Intensivierung der deutsch-polnischen Verflechtungen sind die Förderung der Sprachausbildung in Deutsch und Polnisch, eine Vergünstigung der Verkehrsanbindungen, deutsch-polnische Firmenkooperationen sowie eine intensive Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Freizeit. Diese könnte in Form zweisprachiger Infopoints zur deutsch-polnischen Regionalgeschichte, der Organisation von Bildungsausflügen oder der Ausrichtung gemeinsamer Sportveranstaltungen wie einer deutsch-polnischen Fußballliga Gestalt annehmen.
Ein besonderes Augenmerk der Teilnehmer galt der universitären Kooperation, in deren Rahmen Studierende aus der Region frühzeitig Wissen über das Nachbarland und Sprachkompetenzen erlangen könnten. Neben der Forderung nach der Gründung einer deutsch-polnischen Universität entwickelten sie vielfältige Ideen für universitäts- und grenzübergreifende Projekte. Vorgeschlagen wurden eine grenzüberschreitende E-Learning Platform, die Integration von Pflichtsemestern im deutschen und polnischen Ausland in Studiengänge oder ein grenzüberschreitendes BAföG, das die Mobilität der Studierenden im Grenzraum finanziell absichern soll. An den Universitäten selbst müssten zu diesem Zweck fremdsprachige Lehr- und Informationsangebote ausgebaut werden.
|











